Das Herz und seine Energien

Das Herz und seine Energien


Im Herzen wandelt sich die Wärme des Blutes in wärmendes Mitgefühl. Im Herzen spüren wir, ob uns etwas erleichtert oder belastet. Liebe und Angst, Distanziertheit, Sympathie und Antipathie, Weite und Enge nehmen wir deutlich im Herzen wahr.

Gefühle der Freude lassen das Herz weit werden – wir leben offenen Herzens.
Leidvolle Gefühle stauen sich im Herzen – das Herz wird eng. Der Volksmund sagt es. „Mir geht das Herz auf vor Freude. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Mir bricht das Herz. Ein hartes Herz haben. Ein Herz weich wie Butter.“

Dieses Herz/ dieser Gefühlsreichtum liegt in Ihren Händen, wenn Sie einen Menschen berühren.


Das physische Herz:

Schon von der physischen Struktur her erkennen wir, dass das Herz eine Sonderstellung im Körper einnimmt. Es besteht, so wie die Skelettmuskulatur, aus quergestreiften Muskelfasern. Vom Zellaufbau ähnelt das Herz jedoch der glatten Muskulatur.
Im Gegensatz zu den restlichen Zellen des Körpers erneuern sich die Herzzellen im Lauf des Lebens kaum. Auf einzigartige Weise verrichten sie über die gesamte Lebensspanne hinweg ihren lebenserhaltenden Dienst.

Das Herz bewegt sich unentwegt, so rasch wie kein anderes Organ. Rund 70 Mal pro Minute schlägt es beim Erwachsenen. Dabei saugt es durch die Venen fünf bis acht Liter Blut aus dem ganzen Körper an und pumpt es durch die Herzkammern hindurch. Durch die Arterien fließt das Blut wiederum in den ganzen Körper zurück.
In diesem Kreislauf transportiert das Blut einerseits Nährstoffe, wie Sauerstoff, Hormone, Zellen der Körperabwehr u.a. in den ganzen Körper. Andererseits bringt es Abfallstoffe wie Kohlendioxyd und Harnsäure zu den Ausscheidungsorganen.


Das energetische Herz:

Werfen wir einen Seitenblick zu den Chakra-Systemen. Diese sind weltweit in verschiedenen Traditionen bekannt, sei es im Yoga, im Tantra, bei nordamerikanischen Indianern, im Buddhismus, im Sufismus u.a.m. Je nach Schule unterscheiden sie sich etwas.

Chakras sind Energiewirbel. Das energetische Herz = Herzchakra vibriert in der Mitte unserer Brust. Es wird als Mittelpunkt aller Chakras und damit des Energiehaushaltes angesehen. Liebe, Selbstausdruck und Mitgefühl werden dem Herzbereich zugeordnet.

Falls der Mensch Schmerzhaftes erfährt, so schließt sich das Chakra. Bei Selbstzweifeln, Kummer und Trauer, auch bei Zurückweisung oder respektloser Kritik staut sich die Herzenergie.
Ist die Herzenergie in ihrem freien Strömen beeinträchtigt, so fühlen sich die Betroffenen wie abgetrennt von der Freude, von den Menschen, ja oft sogar vom Leben.

Das Herzchakra öffnet sich, wenn wir Dankbarkeit, Freude, Mitgefühl, und Liebe empfinden. Das Klären bedrückender Gedanken, Gefühle und Konflikte wirkt sich daher heilsam und erleichternd für das Herz aus. Dieser energetische Ansatz ähnelt unserer psychischen „Arbeit an sich selbst“.
Offenen Herzens geben und nehmen wir ohne Erwartung auf Ausgleich. Wir lieben, ohne die Liebe bei Partner*innen zu suchen. Wir erleben liebende Erfüllung als nährenden Lebensstrom in uns.

Die Herzenergie fließt direkt vom Herzen in die Achselhöhlen, in die Arme und Hände hinaus in die Welt. Sie fließt unmittelbar zu allem hin, was Sie mit Ihren Händen berühren.
Unsere Fähigkeit zu geben und zu empfangen, zu berühren und uns berühren zu lassen, hängt von der gefühlsmäßigen Verfassung des Herzens ab.


Herzdenken:

Da sich im Herzchakra die Energien des gesamten Chakra Systems treffen, fließen auch die mentalen Kräfte zum Herzen hin. Ist das Herz offen, so denken wir nicht ausschließlich auf intellektueller Ebene; sondern wir denken mit dem Herzen:
Das Herzdenken ist von einer Grundhaltung gespeist, die nicht nur das persönliche Wohl, sondern das Wohl aller Beteiligten und der Gemeinschaft im Sinn hat.

Möchten Sie nun Ihr Herz spüren?
Legen Sie eine Hand sachte auf die Mitte Ihrer Brust. Auch die zweite, falls Sie mögen. Falls Ihre Augenlider sich schließen möchten, lassen Sie es geschehen.
Falls innere Bilder, Farben oder Gefühle auftauchen, so gehören diese jetzt offenbar zu dieser Erfahrung. Sie kommen und gehen wie Wolken, die am Himmel vorüberziehen.

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