Die Hände - Wir gestalten unsere Welt

Wo ein Blick, ein Wort,
ein Gedanke nicht zu berühren vermag –
die Hand kann es.


Die Hände – Wir gestalten unsere Welt


Mit den Händen nehmen wir Kontakt auf. Wir begreifen, was wir berühren. Der kinästhetische Sinn, der Muskelsinn, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dabei geht es um die Wahrnehmung über die Nerven, über die Haut und über die Muskeln. Die Finger sind reich mit Nervenendigungen versetzt, so dass sie über eine hohe Sensibilität verfügen. In der Handinnenfläche nehmen zigtausende winzige Fühlkörper verschiedenste Druck-, Temperatur-, Bewegungs- und Vibrationsreize wahr. Eine überaus kostbare Gabe wirkt in unseren Händen.

Mit den Händen grüßen wir. In den unzähligen Zeichen der Gestik drücken wir unsere Gefühle und Gedanken aus, von der glückseligmachenden Berührung zwischen Liebenden bis hin zur grausamsten Tat.

Mit den Händen treten wir mit anderen Lebewesen, mit Menschen und Tieren in Verbindung. Indem wir Lebendiges berühren, entwickeln wir Beziehungen. Wir geben, nehmen und empfangen.

Mit den Händen essen wir. Esswerkzeuge wie Löffel und Messer gehören zu den ältesten Werkzeugen der Menschheit. Weit mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung isst jedoch mit den Fingern – mit der Herrgottsgabel. Inder/ Inderinnen essen mit der rechten Hand. Die linke Hand gilt als unrein, denn sie wird zur Körperreinigung nach dem Toilettengang verwendet. Wer mit den Händen isst, spürt die weichen und festen Strukturen, sowie die Temperatur der Speisen. Das erhält den Tastsinn lebendig.

Mit den Händen erschaffen wir Kunstwerke. Mit den Händen schreiben und arbeiten wir. Mit den Fingern zeigen, deuten und zählen wir. Die zehn Finger wurden und werden noch immer für einfache Rechnungen benützt. Kein Wunder, dass dadurch das Zehnersystem in der Mathematik entstanden sein könnte.
Berührung kann heilsam sein, für den Menschen der sie gibt und für den Menschen der sie empfängt.

Mit den Händen pflegen und segnen wir. Wir legen die Hände auf, um zu heilen. Wir verlängern unsere Hände durch Werkzeuge, damit wir heilsam wirken. Wie uns archäologische Funde zeigen, vernähten schon die alten Ägypter rund 3000 v.u.Z. Wunden mit Nadeln. Rund 1600 v.u.Z. entstand der Edwin Smith Papyrus, eines der ältesten uns überlieferten schriftlichen Dokumente über Heilverfahren, vorwiegend auf dem Gebiet der Chirurgie.
Dieser Papyrus zeugt von einem hochentwickelten Stand der Medizin. Wie in einem Lehrbuch werden Fallbeispiele mit genauen Anweisungen für die Untersuchung, die Diagnose und eine mögliche Therapie zusammengefasst.

Alles was wir tun wollen, existiert noch nicht. Indem wir etwas tun wollen, hoffen wir, dass ein zukünftiges Geschehen eintritt. Sobald wir unseren Willen in die Tat umsetzen, erbauen wir unsere Zukunft mit.
Durch jede Berührung, durch jede Tat wirken wir mit an einem Werk.

 

Geben und Empfangen:

Als professionell Berührende verfügen Sie über fachliche Kompetenz. Darüber hinaus schenken Sie der Berührten das, was Sie sind und geben möchten. Sei es das Geschenk Ihrer präsenten Aufmerksamkeit, das Geschenk Ihres Mitgefühls, Ihres Verständnisses, Ihres Wohlwollens, Ihres persönlichen Wohlbefindens…

Als Berührende empfangen Sie auch Geschenke. Sie bekommen das, wofür Sie derzeit offen, empfangsbereit sind. Von der Berührten erhalten Sie das Vertrauen, welches sie Ihnen schenkt. Sie erhalten vielleicht das Geschenk der Dankbarkeit, das Geschenk der Freude…

Gibt es noch andere Geschenke, die Sie erhalten?
Falls ja, welche?

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