Berührung und Bewegung

Berührung und Bewegung


Keine Kommunikation ist so direkt, so unmittelbar nah, so unmissverständlich wie Berührung. Je nach den Emotionen, die während dem Berühren übermittelt werden, kann Berührung neutral, verletzend oder heilsam wirken. Berührung kann zum Ermatten oder zum Erstarken des Menschen beitragen. Berührung kann Beziehung schaffen und Vertrauen bekräftigen.

Die Sprache der Berührung vermittelt Botschaften.  Was immer wir empfinden, seien es freudige Gefühle, Verärgerung, Stress, Liebe, Ungeduld… wirkt auf den Menschen ein, den wir berühren – wenngleich unterschiedlich stark.

Werfen wir einen Blick in das Etymologische Wörterbuch des Deutschen:
berühren Vb. ‘(mit der Hand) leicht anfassen, streifen, kurz erwähnen, beeindrucken, bewegen’, ahd. bi(h)ruoren ‘anfassen, bewegen’.

Wie wir an der Sprache ersehen, hängt Berühren mit Bewegen zusammen. Berühre ich einen Menschen, so wende ich mich ihm zu. Berühren bedeutet sich hinbewegen, von Mensch zu Mensch.

Das Bedürfnis nach Nähe/ nach Berührt werden und das Bedürfnis nach Bewegung sind menschliche Grundbedürfnisse.  

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